Eines geht noch… – die SG Hannover/Wedemark zu Gast beim Moskito Cup in Berlin

Bevor sich die Saison für uns dem Ende zuneigt, hier noch der etwas verspätete Spielbericht vom Moskito Cup in Berlin vom 07.04. – 08.04.2018.

An besagtem Wochenende waren wir erneut mit einer Mischung aus all unseren Bambini Mannschaften, unterstützt von Gastspielern der „Halle Saale Bulls“, dem Adendorfer EC und den Young Grizzlys aus Wolfsburg Teilnehmer beim 38. Moskito Cup, welcher von FASS Berlin in der Eissporthalle „PO9“ ausgerichtet wurde. Sechs Teams traten gegeneinander an und spielten im Modus „Jeder gegen Jeden“ jeweils zweimal 14 Minuten gegeneinander. Jedes Spiel zählte für sich und die Punkte wurden addiert. So wurden die Platzierungen der Vorrunde, welche am Samstag ausgespielt wurde, ermittelt. Am Sonntag gab es dann die Finalrunde, bei der letztendendes die abschließenden Platzierungen ermittelt wurden. Für jeden war auch nach der Vorrunde noch alles drin.

Folgende Mannschaften nahmen am Turnier teil:
eine Spielgemeinschaft des FASS Berlin mit den Berlin BLUES,
eine Spielgemeinschaft des OSC Berlin mit den Halle/Saale Bulls,
der HC Torun aus Polen,
der HC Poznan, ebenfalls aus Polen
Girls Eishockey.DE
und wir, die SG Hannover/Wedemark.

Wir trafen uns am Samstag um 13:00 in der Kabine. Wie immer packten wir unsere Sachen aus, richteten uns in der wirklich großen Kabine häuslich ein. Bei bestem Wetter verzogen wir uns nach draußen und Betreuer Niels sowie Trainer Julian heizten uns beim Warmmachen ordentlich ein. Danach flitzten wir wieder in die Kabine, zogen uns um und ab ging es pünktlichst aufs Eis.

Das erste Spiel führte uns gegen die Mannschaft des HC Poznan. Logisch, dass wir es mit dieser Truppe noch nie zu tun hatten. Vorsicht war also geboten. Relativ schnell zeigte sich aber, dass wir hier in dieser Partie das Oberwasser hatten und gut aufspielen konnten. Es entwickelten sich schöne Spielzüge, auch wenn Reihe eins sich mal wieder mit der Abwehrarbeit so gar nicht anfreunden wollte. Erik wuchs jedoch zur wahren Tormaschine auf und machte die in der Abwehr gemachten Fehler vorne wett. So wurde nicht nur das Hinspiel, sondern auch das Rückspiel, bei dem dann auch noch durch weitere Spieler die Tore geschossen wurden, deutlich gewonnen und die ersten vier Punkte waren im Sack.

Ohne große Pause ging es zum nächsten Spiel des Tages. Wieder trafen wir auf eine polnische Mannschaft, dem Team des HC Torun und wieder hatten wir keine Ahnung, was uns erwarten würde. Wir legten munter los und versuchten erneut, unser Spiel zu machen und durch Passspiel die Wege des Gegners lang zu machen. Das gelang uns in allen drei Reihen ganz gut. Die Arbeit der Abwehr wurde zunehmend besser und funktionierte in Reihe zwei und drei schon gut. Die Ansagen des Trainers wurden noch nicht immer, aber immer besser umgesetzt. Das war auch nötig, weil das Team aus Torun wesentlich besser agierte, als die Mannen aus Poznan. Aber vor allem auf den Angriff der ersten Reihe war Verlass und bis auf einen Durchkommer des Gegners rappelte es ausschließlich im Netz des Gegners. Somit konnten wir das Hinspiel für uns verbuchen. Das Rückspiel gestaltete sich etwas schwieriger, weil der Trainer des HC Torun in der ersten Halbzeit wohl gut aufgepasst hatte und seine Jungs entsprechend zurechtgewiesen hatte. Für uns war nur noch schwer durch die Reihen des Gegners zu kommen. Auch er zwang uns zunehmend, unsere Reihen zu öffnen und da die Ansagen des gegnerischen Trainers Wirkung zeigten und seine Jungs auf unsere Tormaschinen aufpassten, kamen wir im Rückspiel über ein gerechtes Unentschieden nicht hinaus. Trotzdem – weitere drei Punkte wanderten auf unser Konto.

Wir begaben uns in eine größere Pause, gingen zum Mittagessen und nutzten eine bereits abgetaute Fläche zum Hockeyspielen, bevor es dann erneut für uns aufs Eis ging.

Der nächste Gegner war die Truppe von GIRLS EISHOCKEY – eine Mädchenmannschaft, welche sich aus Spielerinnen aus ganz Deutschland zusammensetzte. Beim Turnier in Dinslaken konnten wir bereits erste Erfahrungen sammeln. Jetzt war jedoch Vorsicht geboten, denn die Zusammensetzung der „Rot / Grünen“ war gänzlich anders, als noch vor zwei Wochen. Wir trafen auf eine „alte Bekannte“, welche normalerweise bei den Jungfüchsen aus Weißwasser spielt, uns schon letztes Jahr in Berlin und Crimmitschau über den Weg rannte und alles andere als untalentiert war. Und – der uns allen gut bekannte Heiko Rust fungierte im gegnerischen Trainerstab mit. Man durfte also gespannt sein, wie die Mädels agieren. Zu unserem allgemeinen Erstaunen kam aber nicht der erwartete Druck des Gegners und auch die Dame aus Weißwasser hielt sich, entgegen ihres sonstigen Auftretens, sehr zurück. So konnten wir uns in beiden Spielen voll entfalten und die Tore machen, Dieses Mal war es vor allem Jonas, der sich so richtig austobte. Aber auch Moritz, der sonst eher in der Verteidigung zu finden ist, kam mal wieder zum Zuge und schoss ein Tor. Die Richtung des Pucks ging klar in eine Richtung und somit konnten wir Hin- und Rückspiel gewinnen. Erneut ging die maximale Punktzahl an uns.

Weiter ging es im Text gegen die Spielgemeinschaft von FASS Berlin / Berlin BLUES.
Offensichtlich war für unsere Kufencracks entweder die Pause nicht lang genug oder man war so auf der Siegerschiene, dass man den Gegner nicht ernstnehmen  wollte. Es lief im Hinspiel so gar nichts zusammen. Kein Passspiel, keine Verteidigung und keine Bissigkeit. Der Gegner hatte dadurch viel zu viele Chancen, welche er gnadenlos nutzte und uns die erste deutliche Niederlage des Tages bescherte. Trainer Julian war sichtlich angesäuert und entsprechend schroff fiel dann auch das Pausenbriefing aus. Das Rückspiel musste es richten. Ein Sieg und Punkte mussten her. Mit dem „Hallo Wach“ Effekt aus dem Hinspiel gingen wir wieder aufs Eis und waren dann doch wieder die Alten, welche sich auf ein vernünftiges und breites Passspiel und auf eine in weiten Teilen gute Verteidigung besannen. Dadurch spielten wir den Gegner müde, öffneten seine Reihen und machten vorn die Tore. Wir fuhren einen klaren Sieg ein und nahmen nochmals zwei Punkte mit. Somit standen vor unserem letzten Tagesspiel dreizehn Punkte für uns zu Buche.

Das letzte Spiel des Tages bestritten wir gegen eine weitere Spielgemeinschaft. Das Team vom OEC Berlin / Halle-Saale Bulls. Mittlerweile war auch unsere Gryzzliene Maria aus Wolfsburg zu uns gestoßen und hatte sich „in Schale“ geworfen. Viel gibt es zu diesem Spiel nicht zu sagen. Die Spielrichtung war in beiden Spielen eindeutig. Es ging ausschließlich auf das Tor des Gegners. Jeder durfte mal ran und ein Tor schießen und so geschah es dann auch, dass Jonas sein Dreihundertstes Tor schoss, seitdem er als aktiver Spieler auf dem Eis steht. Beide Partien wurden deutlichst gewonnen. Wir konnten den ersten Tag als Tabellenführer beenden. Leider hat sich Leon bei diesem Spiel durch einen kleinen Bandencheck das Knie geprellt und konnte das Spiel nicht zu Ende spielen. Am folgenden Tag sollte er uns aber erst mal wieder zur Verfügung stehen.

Ab ging es danach in die Umkleide und dann ins Hotel. Einige futterten gemeinsam noch Pizza und dann ging es ins Bett. Für den nächsten Tag wollte man frisch sein.

Am nächsten Morgen trafen wir uns um 08:30 Uhr wieder in der Eishalle und machten uns fertig für die Finalrunde. Wir wollten in jedem Fall an unsere guten Leistungen des Vortages anknüpfen.

Im ersten Spiel trafen der Erstplatzierte und der Sechste des Vortages aufeinander. Somit spielten wir erneut gegen die Mädels von GIRLS EISHOCKEY. Gegen diese hatten wir am Vortag noch klar gewonnen und das saß wohl in den Köpfen der Jungs drin. „Ist ja easy“.
War aber nichts mit easy. Es entwickelte sich ein hart umkämpftes Spiel, bei dem die Girls wie ausgewechselt agierten und unsere Truppe nicht zum Zuge kommen ließen. Sie spielten einen wesentlichen raueren Stil als noch am Tage zuvor und teilweise wurden wir ordentlich umgenietet. Um nicht unterzugehen, passten wir uns zwangsläufig an. Zum Ärger des Trainers und der Elternschaft wurde diese Spielweise bei den Mädels weniger gerügt, als bei uns. So spielten wir auch mal mit einem Mann weniger und da man Spiele nicht der in „Kühlbox“ gewinnt, mussten wir uns folglich geschlagen geben.

Wir wischten uns kurz den Mund ab und gingen zum nächsten Spiel über. Wir trafen auf die Spielgemeinschaft des OSC Berlin / Halle-Saale Bulls. Hier schlossen wir an die Leistung des Vortages an und schossen den Gegner förmlich aus dem Rennen. Sicher auch, weil wir noch eine ordentliche Menge Wut aus der Girliebegegnung im Bauch hatten. Danach ging es uns deutlich besser.

Das folgende Spiel sollte entscheiden, wohin die Reise geht. Wir mussten uns mit der Spielgemeinschaft FASS Berlin / Berlin BLUES auseinandersetzen. Hier hatten wir am Vortag sowohl eine Klatsche, als auch einen Sieg zu verzeichnen. Was wollten wir? – Siegen. Blöd war nur – der Gegner wollte das auch. Und gefühlt hatte er auch die Unparteiischen etwas mehr auf seiner Seite. Uns fehlte der Biss nach vorn und der Gegner machte nicht nur im Angriff, sondern auch in der Verteidigung seine Sache gut. Wir sind im Angriff nur selten zum Zuge gekommen und wurden frühzeitig, teilweise sehr unkonventionell gestoppt. Letzten Endes gelang dem Gegner mehr als uns und wir mussten uns erneut geschlagen geben.

Nun stand es also fest – wir spielen im kleinen Finale um Platz 3. Alles in allem nicht schlecht, auch wenn wir uns nach dem Ergebnis des ersten Tages durchaus mehr erhofft hatten.

Und gegen wen ging es im Spiel um Platz 3? – Gegen die Rot/Grüne Truppe von
Heiko Rust– GIRLS EISHOCKEY.

Da war was – wir hatten noch eine Rechnung zu begleichen und wollten gewinnen. Und so spielten wir dann auch. So wie wir morgens mit den Mädels nicht gerechnet hatten, so hatten uns die Mädels wohl jetzt nicht mehr als ernstzunehmenden Gegner auf dem Schirm. Nicht ganz unüberheblich – auch angepeitscht durch deren Elternschaft – tankten sie sich durch unsere Reihen und wurden zunehmend ruppiger. Vor allem als abzusehen war, dass dieses Spiel durchaus zu ihren Ungunsten ausgehen könnte. Wir waren da etwas anders drauf und hatten aus dem morgendlichen Spiel gelernt. Die Verteidigung gab noch einmal ihr Bestes, auch wenn den Girls noch das ein oder andere Tor gelang. Unserer Torfabrik gelangen am Ende zwei Tore mehr und als Turnierdritter gingen wir vom Eis.

Für uns ging es danach in die Kabine zum Duschen und Umziehen. Danach sahen wir uns noch das Finalspiel an, bevor es schlussendlich zur Siegerehrung ging. Wir bekamen einen Pokal, Medaillen und machten noch unser Mannschaftsfoto. Danach ging es für alle langsam nach Hause. Erneut ging ein recht erfolgreiches Turnier für uns zu Ende.

 

Vielen Dank an unsere „Gastarbeiter“ von den Halle Saale Bulls Ben und Linus, Luis und Pia vom Adendorfer EC und Maria von den Young Grizzlys aus Wolfsburg. Es war wieder einmal ausgesprochen angenehm mit euch und euren Eltern. Vielen Dank auch an alle Organisatoren aus Berlin, an alle mitgereisten Eltern und an den Trainer sowie die Betreuer.

 

Die Tore für unser Team schossen:

Klaas Kipper, Luis Knoche, Timo Knackstedt, Maria Gänsslen, Moritz Eichhorn, Ben Steinke, Leon Hakelberg, Linus Hiemer, Jonas Karch, Erik Warendorf

Es spielten:

Tor:
Wayne Katzenberger, Pia Simonsen

Feld:
Klaas Kipper, Linus Hiemer, Moritz Eichhorn, Timo Knackstedt, Ben Steinke, Jonas Karch, Erik Warendorf, Maria Gänsslen, Till Schulz, Luis Knoche, Leon Hakelberg, Nico Baier, Phillip Böttcher

Trainer: Julian Philipp

Betreuer: Niels Eichhorn

Mannschaftsführerin: Carmen Wartenberg

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